Heute erschien in der WIWO wieder einmal ein lesenwertes Interview mit dem Kreativitätsforscher Prof. Halm-Hadulla. Er ist Professor für Psychotherapeutische Medizin an der Universität Heidelberg und forscht seit Jahren über Kreativität. Außerdem ist er Autor der Bücher "Kreativität - Konzept und Lebensstil" sowie "Leidenschaft - Goethes Weg zur Kreativität".Hier ein Ausschnitt des Interviews:Welche Faktoren sind denn für Kreativität besonders wichtig?Fünf verschiedene: Begabung, fachliches Wissen und Können, intrinsische Motivation, gewisse Persönlichkeitseigenschaften wie Flexibilität oder Widerstandsfähigkeit und eine unterstützende Umgebung.Sind alle der fünf Faktoren gleich wichtig?Ja, denn sie hängen eng zusammen. Eine Begabung hilft nicht, wenn sie nicht ausgebildet wird, ganz gleich ob in Wirtschaft, Kunst oder Wissenschaft. Entscheidend ist aber auch die Motivation - Sie können sich dafür entscheiden, produktiv und kreativ zu sein. Dazu muss man aber auch gegen Enttäuschungen und Widerstände arbeiten können und die geeignete Unterstützung der Umgebung haben.Ein weit verbreitetes Vorurteil lautet, dass Kreative häufig etwas verrückt sind…Diese Ansicht gab es schon in der griechischen Philosophie, aber das ist ein Mythos. Neue Studien zeigen, dass Kreativität sogar ein Gesundheitsfaktor ist. Am wichtigsten erscheint mir die Fähigkeit, Enttäuschungen und gelegentliches Versagen in produktive Aktivität transformieren zu können. So wie der berühmte Erfinder Thomas Edison. Er sagte einmal: "Ich bin nicht gescheitert. Ich habe bloß 10.000 Möglichkeiten gefunden, die nicht funktionieren."Zur letzten Frage fällt mir doch gleich dieser geniale "Club Med"-Werbefilm aus den 90ern ein, der damals in Cannes abräumte. Auch hier stellt man sich die Frage: "wer ist hier eigentlich verrückt?"Und tatsächlich: verrückt sind in Wahrheit immer die anderen.
Anbei eine gelungene Ode an die provokativen Ideen. Die Aussage des Films: ohne verletzende Ideen gibt es keinen Fortschritt. Das Video ist von Adam Isaak. Gemacht für das "Center for Inquiry's Campaign for Free Expression".
Um die Kreativität zu erhöhen, nehmen leider viel Kreative Drogen, wie Ecstacy oder Kokain. Damit soll jetzt Schluss sein. Denn wie ich gerade im Jetzt-Magazin gelesen habe kann man auch ohne Drogen high werden. Man kann nämlich auch ganz legal zu einer kreativen Bewusstseinserweiterung gelangen oder einen außerordentlichen Kreativitätsschub erleben.Und zwar mit dem i-doser!Das Jetzt-Magazin schreibt folgendes:"Die Firma i-doser bezeichnet sich als „the industry leader in binaural brainwaves audio doses“. An die 100 verschiedene Stimulanzen und Entspannungsmittelchen hat die Firma zu bieten: Von ganz simplen „Alcohol“ und „Rave!“ Halluzinogenen bis hin zu Sexdrogen wie „Multiple-O.“ Die drei beliebtesten Drogen sind „Orgasm“, „Peyote“ und „Marijuana“. Zwischen zwei und sieben US-Dollar kostet eine solche Dosis, die dann nach Freischaltung auf den Computer herunter geladen werden kann."Sicherlich ist das ganze medizinischer Schwachsinn und funktioniert höchstens per Placebo. Egal! Klasse Idee. Klasse Website und inspirierende Produkte.
The Mill ist die Visual Effect-Schmiede schlechthin. Hier werden kreative Trends geboren, die regelmäßig von Hollywood übernommen werden. Anbei eine aktuelle Eigenwerbung mit den spektakulärsten Inszenierungen aus dem letzten Jahr:
Interessanter Artikel im STERN. Darin heisst es:Forscher führten Experimente durch, um unter kontrollierten Bedingungen testen zu können, was rüdes, unhöfliches Benehmen mit denen macht, die es als Untergebene ertragen müssen. Sie fanden, dass sich die Kreativität und Konzentration um 20 oder gar 30 Prozent verminderte. Und das längst nicht nur bei den direkt Betroffenen, sondern auch bei denen, die nur als Kollegen im Team mitbekamen, wie jemand zusammengestaucht wurde und offenbar fürchteten, auch ihnen könnte es bald so ergehen.Also liebe Vorgesetzten: immer schön höflich bleiben!